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Montag, 18. November 2013

Juni 2013 - kritische Situation am Bielersee

Etwas spät zwar, aber dennoch wichtig scheint uns die Aufarbeitung der kritischen Situation vom vergangenen Juni.

Die Situation stellte sich am 2. Juni 2013 wie folgt dar:

Kritische Phase Bilersee Juni 2013

























Folgende Frage hat sich unseren Mitgliedern am Mittag des 1. Juni gestellt:
- warum wurde die Schleuse in Port geschlossen?

Wir können unschwer erkennen, dass die grüne Linie (Durchflussmenge in Murgenthal) fast die maximal erlaubte Menge von 850m3 erreicht hat. 

Wir können anhand der Grafik relativ einfach sehen, welchen Einfluss die Emme (rote Linie) auf die Wasserdurchflussmenge in Port (orange Linie) hat. Sobald die Emme, die nicht reguliert werden kann, über 200m3 pro Sekunde Wasser mit sich bringt, muss das AWA (Amt für Wasser und Abfall) den Abfluss aus dem Bielersee zwingend drosseln.

Eine ausführliche Dokumentation finden Sie in diesem Dokument:



Dass es schlussendlich nicht zu einem Hochwasser kam, hat grundsätzlich drei Gründe:

- der vorhergesagte Regen für Samstag Nacht (1. Juni 2013) ist glücklicherweise ausgeblieben

- der Neuenburgersee wurde seiner Aufgabe gerecht, als Ausgleichsbecken für den Bielersee zu dienen

- die Verantwortlichen für die Wasserregulierung haben ihre Aufgabe gemäss ihren Vorgaben und Möglichkeiten sehr gut umgesetzt.

Wir möchten in den nächsten Beiträgen auf weitere Punkte eingehen und uns fragen: was können und müssen wir selber unternehmen und was dürfen wir von Bund und Kanton für die Verhinderung weiterer Hochwasserstände am Bielersee erwarten?




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